| Weltcupsieger
GS 1996 Zweifacher Vizemeister 1997 Europameister 1997 4. Rang Olympische Spiele Nagano 1998 5. Platz Overall FIS Weltcup 99/00 2. Platz Overall FIS Weltcup 03/04 Verletzung 04/05 |
| Sponsoren: Kopfsponsor: Board: Bindung: Boots: Teamsponsoren: Förderer: Zusatzsponsoren: |
A1 Kessler, Tomahawk Snowpro Raichle A1 Uvex Reusch Adidas Anzi Besson Sporthilfe ASVÖ Land Kärnten Stadt Klagenfurt UVA Audi Porsche Klagenfurt Versicherungsagentur Profanter |
| Resultate:05/05: | News Archiv 2005/06 |
| Resultate:04/05: | News Archiv 2004/05 |
| Resultate:03/04: | News Archiv 2003/04 |
| Resultate:02/03: |
News
Archiv 2002/03 |
| Resultate:01/02: |
News
Archiv 2001/02 |
| Resultate:00/01: | News
Archiv 2000/01 |
| Resultate:99/00: | 2.Platz
FIS-Weltcup Morzine SL 2.Platz FIS-Weltcup Ischgl SL 1.Platz FIS-Weltcup Park City GS 3.Platz FIS-Weltcup Ligigno GS 1.Platz INVITATIONAL Cervinia PGS |
| Resultate:98/99: | Verletzungspause |
| Resultate:97/98: | 3.
Platz FIS-Weltcup Kaprun SG 1. Platz ISF World Series Laax SG 2. Platz ISF World Series Ischgl SG 2. Platz Soul City Vienna DU 2. Platz ISF Continental Olympiaqualifikation Hopfgarten 1. Platz FIS-Weltcup Lienz SG 2. Platz Olympiaqualfikation Lienz 4. Pltz Olympische Winterspiele Nagano SG 2. Platz Österreichische Meisterschaft Achenkirch |
| Resultate:96/97: | ISF
Vize Weltmeister SG & DU ISF Europameister Graint Slalom 1. und 2. Platz Vorolymischer FIS-Weltcup Nagano insgesamt 12 Stockerlplätze im Weltcup |
| Resultate:95/96: | 2.
Rang World Series Ischgl SG 2. Rang World Series Val d'Isere Super-G 4. Rang World Series Chamrousse SL 4. Rang Masters World Cup Leysin SG 1. Rang Continental Open Maribor SG 2. Rang Masters World Cup Fieberbrunn SG 1. Rang Masters World Cup Naeba/JAP SG 2. Continental Open Pfronten SL 1. u. 2. German Open 96 Sonthofen SG u. SL 1. u. 1. Austrian Open 96 Lech SG u. SL |
| Resultate:94/95: | 2.
Rang Masters World Cup Ischgl SG 1. Rang World Series Lienz SG 2. Rang Masters World Cup Naeba SG |
| Snowboarden
Snowboarden ist heute
für mich ein Sport wie jeder andere, nur mit einem anderen Hintergrund.
Der "Massensport" Snowboarden ist eine Jugendbewegung, mit einer eigenen
Philosophie des Andersseins. Der Snowboardspitzensport jedoch, ob alpin
oder freestyle, ist eine etablierte olympische Sportart, die mittlerweile
weltweit verbreitet ist und großes Publikumsinteresse weckt. "Jung,
dynamisch, innovativ und frech", das Image des Snowboarders wird dank junger
Funktionäre im Snowboardverband wohl auch in Zukunft dasselbe bleiben.
Spaß und Sport - oder Ganzjahresjob ? Grundlage für den Erfolg ist professionelles und effizientes Training, welches von Juni bis Ende November dauert. Nebenbei muß man sich auch um seine eigene Vermarktung kümmern: Sponsorverträge müssen ausgehandelt und abgeschlossen, Fotoshootings und Filmtermine |
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| koordiniert sowie eine solide Pressearbeit geleistet werden. Natürlich versucht man auch die Sponsoren in der Produktentwicklung sowie evtl. auch im Marketing zu unterstützen, deshalb stehen auch einige Tage Materialtests an. | ||
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Die Rennsaison selbst dauert dann von November bis Ende April, hier reist man von einer Veranstaltung zur anderen, von Rennen zu Rennen und von einem PR Auftritt zum nächsten Interview.Um locker zu bleiben, geht man auf die eine oder andere Party, nimmt sich den einen oder anderen Tag frei, um schönes Wetter und Tiefschnee einmal genießen zu können, oder man freut sich ganz einfach auf den wohlverdienten Urlaub im Mai. | |
| Das Training
Die Trainingssaison
dauert von Juni bis November - 3 Monate physische Vorbereitung und 3 Monate
Schneetraining. Ich nehme diese Vorbereitungen sehr ernst und trainiere
nach folgendem Plan: 3 Mal die Woche Kondition und 3 Mal Krafttraining.
Beim Konditionstraining wechsle ich zwischen Laufen, Schwimmen, Mountainbiken
und Inline-Skaten. Um diesen Teil des Trainings möglichst effizient
zu gestalten, achte ich insbesondere auf einen konstant gleichbleibenden
Pulsschlag. Auch beim Krafttraining versuche ich viel zu variieren. Kraftausdauer,
Maximalkraft und Schnellkraft sind im Snowboardrennsport extrem wichtig
und Grundlage für eine Verbesserung der Technik. Außerdem sollte
man auch die verschiedensten Kraftübungen machen, um alle Muskelgruppen
zu aktivieren. Zur Auflockerung und zur Entwicklung eines besseren Gleichgewichtsgefühls
betreibe ich oft das Wakeboarden, eine dem Snowboardsport sehr ähnliche
Funsportart auf dem Wasser. Anfang September geht es dann auf die Gletscher in Kaprun und im Mölltal. Ich trainiere im österreichischen Nationalteam des ÖSV unter der Leitung von Herbert Ruhdorfer. Für den konditionellen Bereich ist der Trainer des KLC (Klagenfurter Leichtatletik Club) Robert Kropiunik zuständig, er ist mein "A & O"! 4 Tage die Woche geht es dann hinauf auf über 3000 Höhenmeter, wo wir abwechselnd Slalom und Riesenslalom trainieren. Das Nachmittagsprogramm an solchen Tagen besteht zumeist aus Gleichgewichtsübungen, Fußballspielen und Joggen. Nach 3 Wochen Techniktraining bleibt uns eine Woche zum Regenerieren bzw. zum Erledigen von anderer Arbeit. Da aber dieses ganze Trainingsprogramm allein - ohne mentale Stärke - wenig nützen würde, lege ich auch auf diesen Bereich sehr großen Wert. |
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Mentales Training "Die Psyche steuert die Motorik" oder "Ein Rennen wird im Kopf gewonnen" sind Aussagen erfolgreicher Sportler und kluger Sportpsychologen, die die Wichtigkeit von mentalem Training unterstreichen. Seit letztem Jahr arbeite ich auf diesem Gebiet mit Mag. Thomas Brandauer, einem Sportpsychologen aus meiner Heimatstadt, zusammen. Mit Hilfe des Biofeedback trainiere ich die Kontrolle meines Erregungsgrades. Um bei einem wichtigen Rennen nicht zu nervös zu sein und auch um relativ Unwichtiges nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, lerne ich, meine Nervosität über kontrollierte Atmung zu steuern, um so ruhig und mit maximaler Konzentration in ein Rennen zu gehen. Weiters versuchen wir durch Visualisierung bestimmte Bewegungen zu automatisieren. Wenn ich meinen Trainingslauf beendet habe, setze ich mich in den Schnee und denke mir denselben Lauf noch |
| zweimal
durch. Hierbei werden gewisse Nervenbahnen im Hirn automatisiert und Bewegungsabläufe
gespeichert, wodurch sich die Geschwindigkeit dieses Denkvorganges erhöht.
Zur Erhöhung der Streßbewältigungskompetenz, wie man sie
z.B. im Parallelslalom - Mann gegen Mann - benötigt, setzt man sich
diesem Streß mehrmals geplant aus, um auch hier einen gewissen Trainingseffekt
zu erzielen. Für Berufssportler ist es wichtig, ausreichend zu entspannen und zu regenerieren. Mit Hilfe der Progressiven Relaxation versuche ich, Schritt für Schritt bestimmte Muskelgruppen nacheinander zu entspannen. Die Hilfe eines Sportpsychologen sowie ein gewisser Zeitaufwand sind hiefür unbedingt notwendig. Alles in allem kann man aber schon mit ca. 2 Stunden in der Woche gute Resultate im mentalen Bereich erzielen. |
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| Olympische
Spiele Nagano 98 Nachdem sich die zwei Snowboardverbände in Österreich auf einen fairen Qualifikationsmodus geeinigt hatten waren wir Boarder an der Reihe, unser Bestes zu geben. Die "Pflicht", nämlich eine Qualifikation, war härter als erwartet. Die ersten von vier Qualirennen beendete ich als 5- und als 7bester Österreicher, damit hatte ich also über die Weihnachtspause genügend Druck. Für die ausstehenden Rennen waren 2 Stockerlplätze unbedingt notwendig! Als ich dann bei zum Teil widrigen Umständen zweimal 2. wurde, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen, und ich freute mich auf meine ersten olympischen Erfahrungen. Das österreichische Team bestand durchwegs aus Topfahrern: Martin Freinademetz, Dieter Happ, Siggi Grabner und ich selbst - zu dem Zeitpunkt waren wir alle 4 unter den Top 5 des ISF World Ranking GS! Es wurden uns also sehr hohe Medaillenchancen eingeräumt, zumal jedes einzelne Rennen der Saison einen von uns am Stockerl gesehen hatte. Ich kam als 4. ins olympische Ziel, Rückstand 0,38 Sekunden - any Questions? |
| Verletzung
Nach dem letzten Rennen der Saison 97/98 in Davos, das ich als Sieger beendete,
standen 10 Tage Freerideaufnahmen auf dem Programm. Eine japanische Videoproduktionsfirma
hatte uns engagiert, um einem breiteren Publikum die Freuden des Snowboardens
näher zu bringen. Schon am ersten Tag überschlug ich mich bei einem fürchterlichen
Katapultsturz im tiefen Powder mehrmals und zog mir einen komplizierten
Drehsplitterbruch meines linken Schienbeins zu. Im Spital Davos wurden mir eine Titanplatte und 8 Schrauben eingesetzt. Ich fiel die ganze Trainingssaison aus und mußte im Herbst langsam wieder beginnen. Mittlerweile zur FIS gewechselt, schaffte ich es trotzdem, an den ersten Weltcuprennen teilzunehmen. Der ÖSV hatte mich direkt ins Nationalteam aufgenommen, verlangte aber unmittelbar Resultate unter den besten 4 Österreichern. Trotz starker Schmerzen wurde ich beim Weltcupauftakt 12. und 2 Wochen später sogar 4. beim FIS-WC in Tandadalen. Somit war mein Verbleiben in der Nationalmannschaft erst einmal abgesichert. |
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| Schwer zu schaffen machte mir jedoch eine mittlerweile schon chronische Beinhautentzündung. Mein Arzt, Dr. Bürger, erklärte es mir so: Das Schienbein ist elastisch und absorbiert Schläge, welche der Schuh direkt auf die Verletzung überträgt.Die implantierte Platte - Titan ist eines der härtesten Materialien - gibt jedoch diesen Schlägen nicht einmal im Mikromillimeterbereich nach. Ich hatte daher keine Wahl und beendete die gerade erst begonnene Saison.Im April 99 wurde das Implantat entfernt,erst nach diesem erfolgreichen | ![]() |
| Eingriff war ich endlich wieder schmerzfrei. Ich konnte mich nun also mit neuer Motivation voll auf mein Comeback konzentrieren! | |
| Das Comeback Nach einem ganzen Jahr Pause fehlt zunächst das gesicherte Selbstvertrauen. Daher ist es notwendig, dieses im Training bei | |
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Zeitläufen langsam wieder aufbauen. Zum ersten Rennen in Tignes war ich also wieder fit! Trotz eines kapitalen Fehlers im 1. Lauf konnte ich mit Laufbestzeit im 2. Heat auf den 4. Platz vorfahren. Eine Woche später verletzte ich mich leider aus Unachtsamkeit abermals. Beim freien Training vom Boardercross in Kaprun war ich schon mit Rucksack unterwegs, scherzte noch zwischendurch mit meinem Trainer, und kam viel zu schnell über einen Steilsprung. Als ich bei einem dezent hohen Luftstand |
| auch
noch Seitenlage bekam, war nichts mehr zu machen. Ich knallte mit Schulter
und Helm aufs flache Gletschereis! Mein Kopf hält ja einiges aus, aber das
Schultereckgelenk war schwer mitgenommen und schmerzte noch bis Ende Jänner
bei jedem Start. Nach durchschnittlichen Ergebnissen war ich Anfang März endlich wieder der alte auf der Piste der Sieger: 1. Platz im GS von Park City. Mit doch noch fünf Stockerlplätzen im Weltcup und einem Sieg über den Dominator dieser Saison, Matthieu Bozzetto (9 Siege), beendete ich die Tour als 5. im GS, 6. im Parallelbewerb und als 5. Overall. Ich habe jedoch das Training nochmals intensiviert, war zum Teil bis zu 33 Stunden/Woche aktiv, nicht nur um an diese Form im März anzuschließen, sondern auch um wieder Seriensieger zu werden......... |
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